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DER ASTRONERD
Instrumentaria / 30.10.2026

Skywatcher 130/650 PDS

Einsteigerteleskop mit viel Potential

Modifizierter Skywatcher 130/650 PDS mit alter Vollformat-CCD Kamera
Modifizierter Skywatcher 130/650 PDS mit alter Vollformat-CCD Kamera

Im Auslieferungszustand bietet dieses kleine Newtonteleskop eine solide Basis für den Einstieg in die Astrofotografie.

Der f/5 Hauptspiegel ist zwar nicht die schnellste Optik am Markt, aber immer noch schnell genug um rasch Ergebnisse zu erzielen. Ein f/5 geschliffener Spiegel ist außerdem sehr gutmütig und fehlertolerant wenn es um die Verwendung von größeren Bildsensoren geht, also ab MFT-Format aufwärts. Jedoch empfiehlt es sich, den Okularauszug gegen eine stabilere Variante auszutauschen, denn der von Skywatcher wird ambitionierte Fotografen nicht begeistern, er verträgt nicht allzu viel Gewicht, bringt gerne Tilt und Instabilität in den Geräteverbund. 

Ich habe an meinem Exemplar einen Baader Diamond Steeltrack verbaut, naja - verbastelt würde es besser treffen, denn ich habe mangels Kompatibilität den Steeltrack mit einem 2-Komponenten Kleber an die Skywatcher-OAZ Basis geklebt. Aber das hält, fallweise sind hier sogar alte CCD-Systeme mit deutlich über 3 kg Gewicht im Einsatz.

Baader Diamond Steeltrack mit der Skywatcher-Basis verklebt (Scotch Weld 2-Komponenten Kleber)
Baader Diamond Steeltrack mit der Skywatcher-Basis verklebt (Scotch Weld 2-Komponenten Kleber)

Hat man die OAZ-Stabilität erst einmal aufgerüstet, wird man irgendwann merken, derr dieser kleine Newton sogar für Vollformat-Sensoren verwendet werden kann. Klar gibt es da bereits Vignettierung, aber immer noch im Rahmen von händelbar, das hängt dann auch vom Komakorrektor ab, wie gut er bis in die Ecken korrigieren kann, aber prinzipiell sind f/5 Spiegel leichter zu korrigieren als schnellere Systeme, insofern kommt einem das dann sehr entgegen.

Die Innenseite des Tubus habe ich mit schwarzer Velourfolie geschwärzt um Lichtreflexionen im Tubus zu minimieren. 

Die Haltespinne des Fangspiegels wurde durch eine gefräste Aluspinne ersetzt, die das optische System stabiler macht.

Die Rückseite des Teleskops habe ich mit einer 3D-gedruckten Abdeckung versehen, um das Eindringen von Streulicht von hinten zu verhindern, vorne dient eine beheizte Taukappe dem gleichen Zweck, auch schützt die Heizung in gewissen Grenzen vor Taubeschlag.

Ein kleines Leitrohr dient der Führung, ein remote-gesteuerter Mini-PC übernimmt die Steuerung aller Komponenten.

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